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Arthrose mag keine Kälte

Viele Hundebesitzer mit gelenkskranken Hunden wissen es oder haben es leidvoll gelernt: Arthrose mag keine Kälte!

Rechtzeitig zum Herbst oder Winter fängt ihr Vierbeiner an vermehrt zu humpeln, will nicht mehr raus, scheint steifer oder weint sogar im Körbchen leise vor sich hin.

Aber warum ist das eigentlich so?

Haben Sie schon einmal die Hand in eiskaltes Wasser gesteckt. Dann wissen Sie um das Gefühl, dass danach entsteht. Die Hand scheint zu Eis zu erstarren, das Blut gefriert in den Adern, jeder Nerv scheint zu reagieren… Es tut höllisch weh. Besonders, wenn wieder „Leben“ in die Hand kommt. Kälte zieht alles zusammen, lässt es im wahrsten Sinne des Wortes „einfrieren“.

Und so wirkt Kälte in jeder Form auch auf ein arthrotisches Gelenk!

Kälte erzeugt Schmerzen

Die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) hat dafür eine recht anschauliche Erklärung.

Nach dem Verständnis der TCM entstehen Schmerzen immer, wenn der Fluss der Körperenergien (Qi) und Xue (wird mit Blut übersetzt) in Stagnation gerät. Dies kann akut durch einen pathogenen (krankmachende) Faktor – zum Beispiel Kälte – passieren, der in den Körper eindringt. Dann entsteht ein Gefühl wie oben beschrieben. Und je nachdem welcher Faktor den Hund befällt, heißt das Bi-Syndrom dann entsprechen: In unserem Fall wäre es ein Kälte- oder schmerzhaftes Bi.

Wobei das Kälte-Bi erst einmal die Oberfläche befällt – also die Haut, deren Durchblutung gemindert wird, sie wird kalt; die Muskeln und Sehnen, die steif werden und verkrampfen und die Gelenke, deren Beweglichkeit vermindert wird. Wir Menschen kennen eindringende Kälte auch als Auslöser für eine Erkältung. Dann ist sie in die Lunge eingedrungen und bringt hier die Körperenergien durcheinander, was sich am deutlichsten in Husten äußert.

Kälte kann durch unterschiedliche Umstände in den Körper eindringen. Kommt sie von außen, dann meist in Form von kaltem Wetter, Zugluft, toben in kaltem Wasser, schnelles Auskühlen nach dem Hundesport usw. Doch der auslösende Faktor für ein schmerzhaftes Bi-Syndrom kann auch von innen kommen, zum Beispiel in Form von zu kalter Nahrung. Wobei es sich nicht nur um „reale“ Kälte wie bei Futter direkt aus dem Kühlschrank handelt. Auch einzelne Nahrungsmittel können Kälte in den Körper bringen, wie beispielsweise Entenfleisch, das nach TCM extrem kalt wirkt. Oder die Abwehr des Hundes wird durch starke Emotionen geschwächt – hier stehen Stress und Angst im Vordergrund.

Gelenke sind die besondere Tore

Natürlich kann Kälte in alle Körperteile ihres Hundes eindringen! Zum Beispiel in die Lunge, wo sie sich als Erkältung zeigt oder in den Darm nach trinken von kaltem Wasser, was sich in Durchfall äußern kann. Aber die Gelenke, jedenfalls die meisten, sind besondere Tore für pathogene Faktoren, da sie fast ungeschützt, nahe an der Oberfläche liegen und in ihnen alle Körperenergien (Qi, Blut, Yin-/Yang-Leitbahnen) zusammenlaufen.

Starke Abwehr und gleichmäßiger Qi-Fluss ist wichtig

Normal kann ihr Hund mit Kälte gut umgehen, vorausgesetzt er hat ein starkes Qi, dass ihm hilft diesen Faktor zu bekämpfen und die stagnierten Energien schnell wieder in einen gleichmäßigen Fluss zu bringen. Wird ihr Vierbeiner aber  immer wieder mit einem starken äußeren Faktor – in unserem Fall Kälte – konfrontiert oder ist sein Abwehr-Qi (Körperenergie, die den Hund nach außen verteidigt) geschwächt oder im schlechtesten Falls beides, braucht es nicht viel Kälte um ihren Hund krank werden zu lassen.

Verbleibt der krankmachende Faktor länger im Körper, dringt er tiefer in den Körper ein und schädigt ihn auf Dauer. Er wird chronisch.

Dieses Eindringen in den Hundekörper führt zu einer zusätzlichen Stauung der Flüssigkeiten im Gelenk. Ein Anzeichen für diese Stauung sind Ödeme die sich in den  Gelenken aber auch in der Muskulatur bilden. Auf Dauer gestaute Flüssigkeit verwandelt sich mit der Zeit in sogenannten Schleim, welcher den Fluss von Qi und Blut noch mehr behindert, wodurch sich mit der Zeit Muskelatrophien (Muskelrückbildungen) und Knochenzuwächse am betroffenen Gelenk bilden. Ein ursprünglich akutes Kälte-Bi wurde durch andauernde Belastung des Körpers und/oder die Schwächung der körperschützenden Energien (durch Lebensumstände) zu einem chronischen Bi – einem Knochen-Bi.

Natürlich habe ich die Krankheitsentstehung hier etwas einfach und gerafft dargestellt, aber dadurch wird sie für jeden doch sehr nachvollziehbar und einleuchtend.

Da in der TCM immer mit dem Gegenteil therapiert wird – kaltes wird gewärmt, heißes gekühlt, schwaches gestärkt oder stagniertes in Bewegung gebracht – ist es bei einem Arthrose-Hund, der auf kaltes Wetter reagiert oder verstärkt auffällig nach warmen Plätzen sucht, sehr wichtig, diesen Hund von innen und von außen warm zu halten.

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