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Wasser – ein wichtiges Nahrungsmittel für Arthrose-Hunde

Trinkt Ihr Hund genug?

Ein gesunder Hund mit ca. 35 kg verliert pro Tag 210 – 525 ml Wasser nur durch das Absetzen von Kot! Über die Nieren – also mit dem Urin - werden noch einmal 700 bis 1750 ml Wasser pro Tag ausgeschieden. Je nach Außentemperatur werden weitere 25 bis 115 ml Wasser am Tag verdunstet. Und bei Bewegung nimmt diese Menge noch zu – ein leichter Trab genügt bereits, um weitere 5 ml pro Kg Körpergewicht und Tag „auszuschwitzen“.

Diese kleine Rechnung vermittelt Ihnen einen Eindruck davon, wie viel Flüssigkeit Ihrem Hund täglich verloren geht und wie wichtig es ist, dass er diese über Trinkwasser wieder auffüllt. Genug Wasseraufnahme ist bei Arthrose-Hunden ein noch zentraleres Thema, da Wasser im Hundekörper mehrere wichtige Aufgaben für die Gelenke erfüllt. Doch viele meiner Hunde-Patienten, und hier gerade die älteren Hunde, trinken nicht genug.

Wie viel ist genug?

Bei einer Fütterung mit Rohfutter, Selbstgekochtem oder Dosenfutter (hier finden Sie Infos zur gesunden Fütterung), das meist mindestens 80% Feuchtigkeit enthält, muss unser Beispiel-Hund bei normalen Temperaturen und normaler Aktivität nur etwa 175 ml bis 350 ml Wasser zusätzlich zu sich nehmen - das sind 5 – 10 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer Fütterung mit Trockenfutter jedoch, welches lediglich 10% Feuchtigkeit hat, sind es dagegen 1400 ml bis 1750 ml Wasser – 40 – 50 ml pro Kg! Daher rate ich allen Hundebesitzern die Fütterung wenigstens auf eine gute Dose umzustellen, damit der Hund nicht austrocknet. Dies geschieht natürlich nicht ad hoc, wie bei einem Hund dem jegliches Trinkwasser entzogen wird, sondern peu à peu über Jahre. Daher entwickeln sich körperlichen Probleme auch nicht sofort deutlich sichtbar, sondern ebenfalls Stück für Stück.

Was passiert, wenn „Hund“ nicht genug trinkt

Nimmt Ihr Hund nicht genug Wasser auf, versucht sein Körper automatisch, diesen Wassermangel zu kompensieren. Als erstes gibt er weniger Wasser in Form von Harn und im Kot (bis zu sehr festem Kot bzw. Verstopfung) ab und mobilisiert das körpereigene Wasser aus der Muskulatur, der Haut, Knorpel und anderem wasserreichen Geweben. In den inneren Organen bleibt der Wassergehalt zunächst konstant, da ihre Funktion für den Hund überlebenswichtig ist. Sind die Kompensationsmöglichkeiten jedoch erschöpft wird auch in den lebenswichtigen Bereichen Wasser abgezogen.

Ein kleines Beispiel für die Auswirkung von Trockenheit beim Hund mit Gelenkerkrankungen:

Bei einem Hund mit Arthrose wird z.B. schon weniger Gelenkflüssigkeit (Synovia) produziert, die aber wichtig ist um das Gelenk in der Bewegung zu schmieren und zu ernähren. Die Basis der Gelenkflüssigkeit ist Wasser. Je trockener“ Ihr Hund also wird, desto schwerer fällt es ihm genug Wasser für die ausreichende Produktion von Synovia bereit zu stellen.

Was bewirkt Wasser im Hundekörper?

Der Wasseranteil im Körper Ihres Hundes verteilt sich auf die Flüssigkeit in Haut, Muskeln, Sehnen, der Lymphe, dem Blutplasma, Fett, Knochen, Gelenken, Organen und auf die Verdauungssäfte, zusätzlich regelt es lebenswichtige Abläufe zwischen und in den Zellen.

Zu seinen Aufgaben zählt:

Regeln der Temperatur

Eine wichtige Aufgabe des Wassers ist die Regulation der Körpertempe-ratur. Diese liegt bei einem gesunden Hund bei ca. 38-39 Grad Celsius. Überhitzt der Körper durch Anstrengung oder Fieber, scheidet er vermehrt Flüssigkeit aus, die den erhitzten Körper herunterkühlt und so die Temperatur reguliert. Diese Regulation geschieht beim Hund in Form von Hecheln und der damit einhergehenden Kühlung der über die sehr große Fläche der Nasenschleimhaut. Eine wesentlich effektivere Methode als das Schwitzen beim Menschen. Warum? Hier finden Sie die Thermoregulation des Hundes gut erklärt http://www.hunde-stories.de/verhaltensweisen/thermoregulation-hund.html

Doch es hat noch wesentlich weitreichendere Aufgaben.

Lösen und Transportieren

Um sein Futter verdauen zu können benötigt der Hund Wasser, das im Verdauungstrakt die aufgenommenen Nährstoffe von den Zotten (Ausstülpungen des Darms) löst und sie durch Lymphgefäße und den Blutkreislauf zu den Zellen transportiert.

Entgiften

Im wässrigen Milieu des Körpers lösen sich überschüssige und nicht verwertbare Stoffe, die während des Zellstoffwechsels entstehen. Über die Zwischenzellräume, die Lymphe und das Blut werden diese Stoffe abtransportiert und mit Hilfe der Nieren ausgeschieden.

Antrieb für die Nieren

Durch die Zufuhr von Flüssigkeit wird die Nierentätigkeit angeregt. Die Nieren sorgen dafür, dass die im Blut gelösten Abfallprodukte mit überschüssiger Flüssigkeit als Urin ausgeschieden werden. Auf diese Weise säubern sie das Blut und halten sowohl den Wasserhaushalt als auch den Gehalt an Elektrolyten (gelösten Salzen) im Gleichgewicht (wichtig für den Säure-Basen-Haushalt).

Wasser steuert den Säure/Basen Haushalt

Wasser liegt teilweise als H+ oder OH- Ion im Körper vor. Im neutralen Zustand wären beide Mengen im Hundekörper etwa gleich groß. Ein gesundes Körpermilieu, in dem alles funktioniert, liegt bei Hund im basischen PH-Bereich von 7,35 - 7,45.  In gewissen Grenzen kann das Wasser überschüssige H+ Ionen (sauer) aber auch ein zu viel an OH- Ionen (alkalisch) ausgleichen.

Wasser reguliert den Energiehaushalt

Energetische Prozesse wie zum Beispiel ATP-Reaktionen in der Atmungskette der Mitochondrien (oder einfach ausgedrückt, die Umwandlung von Glucose (einem Einfachzucker, das aus der Nahrungsverwertung entsteht) in Energie) sind ohne Wasser nicht möglich. Wasser liefert in wichtigen Zwischenstufen Protonen für diese Energiegewinnung.

Wasser ermöglicht erst die reibungslose körperinterne Kommunikation

Wasser ist Transportmittel für Zellen und Proteine. Auch Nervensignale funktionieren nur optimal in einem wässrigen Milieu. Ohne das Wasser in und um die Zellen könnten keine biochemischen Reaktionen stattfinden. Die Verbindung von Proteinen, das Auslesen des genetischen Codes und alle anderen Zellfunktionen sind auf ein bestimmtes wässriges Milieu angewiesen. Nur aufgrund der, durch Wasser unterstützten, unterschiedlichen Ionengehalte innerhalb und außerhalb der Zellen laufen Transportprozesse durch die Zellmembranen ab. Verändert sich das energetische Niveau in der Zelle, findet der Austausch von Stoffen in und aus der Zelle erst erschwert und später gar nicht mehr statt. Die Zelle stirbt also, wenn das Energieniveau des Wassers in der Zelle absinkt.

Doch warum trinken Hunde weniger

Ein Grund, dass Ihr Hund zu wenig bzw. das ihm hingestellte Wasser gar nicht trinkt kann sein, dass unserem Leitungswasser aus hygienischen Gründen in vielen Gegenden Chlor beigefügt wird. Manche Hunde reagieren darauf empfindlich und lehnen das Wasser demzufolge ab. Sie trinken dann nur, wenn es gar nicht anders geht aus diesen Quellen oder wenn sich eine bessere Gelegenheit wie eine Pfütze bietet. Es kommt auch vor, dass sich aus älteren Wasserleitungen Blei oder aber aus neueren Kupfer löst. Auch dies merken unsere Hunde meist schnell und trinken dieses Wasser nur ungern.

Um heraus zu finden, ob es allein an der Qualität des Leitungswassers liegt, das ihr Vierbeiner nicht trinkt ist, können Sie ihm vorübergehend stilles Mineralwasser oder aus dem Handel spezielles Hundewasser anbieten.

Manchmal sind die Gründe für die Ablehnung des Wassers allerdings nicht ganz so gravierend. Oft liegt der PH-Wert unseres Leitungswassers im Bereich um die 7 oder höher – es ist also eher neutral bis basisch. Im Gegensatz zu Regen- oder Pfützenwasser, das mit einem PH-Wert um die 6,4 meist sauer ist. Fakt ist, das saures Wasser den meisten Hunden oft wesentlich besser schmeckt als basisches.

Es gibt einen einfachen Trick, ihrem Hundefreund in diesem Fall auch sein Leitungswasser schmackhafter zu machen: Geben Sie einfach etwas Apfelessig oder EM (mehr Infos einfach hier klicken) ins Leitungswasser. Wenn Ihr Hund dann mehr trinkt, ist es einfach „Geschmackssache“. (Den PH-Wert des Leitungswassers können sie einfach mit einem Indikationsstreifen für PH-Werte aus der Apotheke messen)

Trinkt Ihr Hund trotz aller Bemühungen zu wenig, sollte er dem Tierarzt vorgestellt werden. Dasselbe gilt bei auffällig erhöhtem Wasserbedarf: Hier kann eine ernste Erkrankung von Niere oder Blase vorliegen.

Sie möchten Ihrem Hund beim Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes helfen: Hier finden Sie Infos über einen effektiven Weg

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